Fokus Stardom
«Look, a falling star, make a wish!»
Manche Schauspieler:innen werden zu Stars, andere nicht. Wir haben zehn Thesen zu den Gründen und Mechanismen hinter diesem Aussiebverfahren.
100 Jahre alt wäre Marilyn Monroe im Sommer 2026 geworden, wäre sie nicht mit nur 36 Jahren jäh aus dem Leben gerissen worden. Eine menschliche Tragödie – und auch ein Desaster für die Filmbranche und das Star-System, die Norma Jeane Baker überhaupt erst zu jener Figur machten, als die sie der Welt für immer in Erinnerung geblieben ist. Heute leben wir in einer anderen Welt, in der Filmstars Gefahr laufen, durch computergenerierte Simulacra aus dem System gerechnet zu werden. In dieser Ausgabe blicken wir also nicht nur zurück auf eine vergangene Ära, in der Stars wie Gött:innen vom Olymp von der Leinwand auf uns herabblickten, sondern werfen auch einen kritischen Blick hinter die Kulissen der Stardom-Maschinerie – und fragen uns, ob uns eine Zukunft der KI-Stars blüht.
Manche Schauspieler:innen werden zu Stars, andere nicht. Wir haben zehn Thesen zu den Gründen und Mechanismen hinter diesem Aussiebverfahren.
Seit die virtuelle Kunstfigur Tilly Norwood als «the next Scarlett Johansson or Natalie Portman» vorgestellt wurde, hadert Hollywoods Starwelt mit dem Aufstieg der künstlichen Intelligenz. Eine kurze Geschichte der artifiziellen Stars.
Marilyn Monroe verkörperte wie kaum ein anderer Hollywood-Star die erotischen Trostfantasien und sozialen Aufstiegshoffnungen der Traumfabrik. Versuch einer Annäherung zum 100. Geburtstag einer Ikone.
Die Toy Story-Reihe sorgt auch in der fünften Runde noch für gute Momente. Aber langsam fragt man sich, wie lange die Protagonist:innen denn noch leiden müssen.
Claire Foy und ein Habicht sind das Leinwandpaar des Jahres in einem Tränendrüsendrücker, der ihnen nicht gerecht wird.
Christopher Nolans mit Spannung erwartete Homer-Verfilmung findet das Politische im Märchenhaften – und umgekehrt.
Zwischen B-Movie-Tradition und subversivem Genrekino hat Joe Dante eine unverkennbare Handschrift entwickelt. Im Gespräch blickt der Regisseur auf seine Anfänge und eine Branche im Umbruch.
Horror-Shootingstar Curry Barker spricht über seinen Kassenschlager Obsession, den Sprung von YouTube auf die Grossleinwand und die Gemeinsamkeiten von Comedy und Horror.
Kindheitserinnerung in Spielfilmform: Das ist Renoir, Chie Hayakawas neuster Film. Wir sprechen mit der japanischen Regisseurin über schwierige Emotionen, prägende Erfahrungen und den Blick zurück ins Japan der Achtzigerjahre.
Im vergangenen Herbst veranstaltete Filmbulletin einen Wettbewerb für Nachwuchsfilmschaffende: Gesucht wurde ein neuer siebensekündiger Kino-Werbespot für das Magazin. Zwei Clips wurden ausgewählt; ihr Leinwanddebüt feiern sie diesen Frühling. Wir haben uns mit den Sieger:innen unterhalten.
Nach der Weltpremiere ihres Dokumentarfilms Heat am Visions du Réel spricht Jacqueline Zünd im Interview über Hitze – wie sie Gesellschaften spaltet, wie sie am Körper zehrt, wie sie fasziniert.
Seit er sieben Jahre alt war, ist Damien Hauser leidenschaftlicher Filmemacher. Im preisgekrönten Science-Fiction-Märchen Memory of Princess Mumbi verbindet er Musical und Mockumentary, persönliche Erinnerungen und Philosophie, filmhistorische Einflüsse und künstliche Intelligenz.
Wenn bei sich Daniel Eschkötter die Rezensionsexemplare von Blu-ray-Neuerscheinungen und Filmbücher stapeln, entstehen ungeahnte Zusammenhänge, die er für Filmbulletin in seiner Kolumne auf den Punkt bringt.
Das Kino ist nicht tot, es ist nur woanders: Johannes Binotto denkt darüber nach, was es bedeutet, wenn der Film nicht mehr nur im Kino stattfindet, und entdeckt entlang seines Katalogs moderner Sehgewohnheiten in seiner Kolumne eine alte Filmgeschichte neu.
Das Kino ist nicht tot, es ist nur woanders: Johannes Binotto denkt darüber nach, was es bedeutet, wenn der Film nicht mehr nur im Kino stattfindet, und entdeckt entlang seines Katalogs moderner Sehgewohnheiten in seiner Kolumne eine alte Filmgeschichte neu.
Femen-Aktivistin Inna Schewtschenko befragt Frauen zu ihrem Gottesglauben. Ein auch für Atheist:innen spannender Debattenfilm.
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In seinem Langspielfilmdebüt hält sich der Zürcher Jonas Ulrich eng an die gängigen Genrekonventionen – doch die authentische Inszenierung besticht.